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Tierisch, tierisch – Tiergestützte Förderung mit dem Hund

Hallo ich heiße Tokori, bin drei Jahre, ein Labrador-Retriever-Rüde und besuche seit einiger Zeit Bewohner der Wohnstätte Altleuben. Ich mag es, wenn ich gestreichelt werde, mit mir gekuschelt oder gespielt wird oder beim Spazieren begleitet werde. Und wie es aussieht mögen dies auch einige Bewohner sehr gern...

Frau Mielke, Mitarbeiterin des Betreuungsteams in der Wohnstätte Altleuben, etablierte  sehr erfolgreich das Angebot der tiergestützten Förderung  für unsere Bewohner. Ihr geschulter Hund besucht auf Wunsch und Absprache einzelne Bewohner. Außer gemeinsamen Spaziergängen bietet sich auch das Kontaktliegen an. Positive Auswirkungen können dabei auf physicher, psychischer und sozialer Ebene erreicht werden. So normalisiert sich der Blutdruck, Herz-Kreislauferkrankungen werden positiv beeinflusst, Endorphine werden freigesetzt,  Schmerzen können gelindert werden, die Motorik wird gefördert. Der Hund vermittelt Kontakt, Akzeptanz, Geborgenheit, und verbessert das Selbstwertgefühl, das Sozialverhalten und die  nonverbale Kommunikation. Dies sind nur Beispiele für den positiven Effekt.

Unsere Bewohner haben in vielen Bereichen, besonders im sozio-emotionalen Bereich, Fähigkeiten, die noch ausgebaut werden können. Ein Hund spricht vor allem Emotionen an und darauf aufbauend können nahezu alle Lebensbereiche des Menschen gefördert werden.

Bei schwer zugänglichen Menschen kann die Kontaktaufnahem durch einen Hund hilfreiche Unterstützung und Wahrnehmungsreize bieten. Es gibt Bewohner, die ihre Kraftdosierung nicht einschätzen können, bei anderen Menschen immer anecken weil sie Grenzen überschreiten. Mit einem Hund können diese Menschen mit auffälligem und aggressiven Verhalten lernen, ihre Kraft besser zu dosieren, Respekt vor anderen zu üben und die Grenzen des Andreren wahrzunehmen.  Durch streicheln und bürsten des Fells bietet der Hund einen Ruhepunkt und fördert Entspannung. Bei spastisch gelähmten Menschen kann der Hund zur Lagerung eingesetzt werden. Die Spastik lässt nach, Schmerzen verringern sich und Körper- und Sinneswahrnehmung wird stimuliert. Eine Lagerung neben dem Hund kann sich viel besser anfühlen als auf Schaumgummi. Außerdem kann man dabei dem Hund noch seine Geheimnisse erzählen und man fühlt sich nicht mehr so alleine. Bei Antriebsschwäche animiert das Spazierengehen mit dem Hund zur Bewegung.

Aber nicht nur die gezielte Förderung mit dem Hund, sondern auch die einfache Anwesenheit eines Tieres kann eine besondere Form von Erfahrung bringen. Das Spielen und Kuscheln im weichen Fell lässt oft Schranken fallen und bietet dem Menschen eine große Bereicherung. Die Bewohner  haben einfach viel Freude im Umgang mit Tokori und freuen sich jedesmal  sehr, wenn wieder der Hund zu Besuch kommt.