Cultus gGmbH der Landeshauptstadt Dresden  
Impressum  |  Datenschutz
Projekt „Schülerwohnbereich“ Projekt „Schülerwohnbereich“ Projekt „Schülerwohnbereich“ Projekt „Schülerwohnbereich“ Projekt „Schülerwohnbereich“ visual lightbox businessby VisualLightBox.com v5.9
Auszubildende leiten Wohnbereich – Projekt „Schülerwohnbereich“ auch in diesem Jahr

Wie in den vergangenen Jahren erhielten auch in diesem Jahr die Auszubildenden des dritten Ausbildungsjahres die Möglichkeit, eigenverantwortlich einen Wohnbereich zu leiten.

Vom 2. Februar bis zum 17. Februar konnten neun Auszubildende Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen als angehende Fachkräfte in der Altenpflege beim Projekt „Schülerwohnbereich“ unter Beweis stellen. Das Projekt fand auf dem Wohnbereich 9 in der Kurzzeitpflege in unserem Wohnpark Elsa Fenske statt. Nach Abschluss des Projektes schilderten die Auszubildenden in einem Erfahrungsbericht Ihre Erlebnisse und zogen ihr Resümee aus den vergangenen zwei Wochen:

„Da war er also - der Schülerwohnbereich. Wir wussten nicht wirklich, was uns erwarten würde und stellten uns selbst verschiedene Fragen. Werden wir ins kalte Wasser geworfen? Werden unsere Tagesplanungen funktionieren? Schaffen wir alles? Kommen wir an unsere Grenzen? Wir alle waren merklich aufgeregt in einem Zwiespalt zwischen Erwartungen und Befürchtungen. Die Kurzzeitpflegestation hielt zudem mit mehreren Neuaufnahmen und Entlassungen zusätzlich zum gewohnten Arbeitspensum eine weitere Herausforderung bereit.

Die erste Woche stand im Zeichen der Einarbeitung in die Abläufe des Wohnbereichs und dem Kennenlernen der Bewohner. Dank tatkräftiger Unterstützung durch Fachkräfte und auch Pflegehelfer gelang dies recht gut. In der zweiten Woche fielen einige Stützen weg und wir durften und mussten eigene Organisationsansätze erproben. Schnell wurde klar, dass man als diensthabende Fachkraft ein wirklich gutes Zeitmanagement braucht. Trotz Stress oder herausfordernden Verhalten von Bewohnern hieß die oberste Devise immer: Ruhig und freundlich bleiben!

Am schwersten fiel von uns jedoch das Delegieren von Aufgaben. Der Ehrgeiz als diensthabende Fachkraft alles allein schaffen zu wollen stand uns selbst im Weg. Eine der wichtigsten Lektion aus den zwei Projektwochen ist daher auch, dass man einschätzen muss, welche Aufgaben wann durch wen am besten zu erledigen sind. Das ist nicht notwendigerweise immer man selbst, weil die Arbeitslast durch Einzüge, Entlassungen und Arztvisiten sonst zu groß wird. Die Kollegen im Pflegeteam in die eigene Dienststruktur sinnvoll und fair einzubinden stellte sich als die größte Hürde heraus. Der Schülerwohnbereich war daher eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung, die uns gut auf unsere zukünftige Tätigkeit vorbereitet hat.

Eines steht mit Sicherheit fest: Wir haben die große Bedeutung von guter Kommunikation und Zusammenarbeit im Pflegeteam sowie mit Ärzten und Therapeuten in den vergangenen zwei Wochen mehr als deutlich erkannt. Auch unsere Kompetenzen beim Einbinden von Angehörigen in den Pflegeprozess sind gewachsen. Nicht zuletzt war es für den Zusammenhalt in unserem Jahrgang eine Bewährungsprobe, die wir letztlich doch erfolgreich bestanden haben und gestärkt daraus hervorgehen.

Abschließend möchten wir uns besonders bei allen Kolleginnen und Kollegen der Kurzzeitpflege für ihre Geduld und Hilfsbereitschaft bedanken. Sie haben uns Raum zum Erproben eigener Arbeitsstrukturen und Aufgabenplanungen gelassen, auch wenn diese nicht immer optimal waren. Gerade deshalb konnten wir aber so viele gute Erfahrungen mitnehmen, denn aus eigenen Fehlern lernt man bekanntlich am besten. Ratschläge und Hinweise auf Basis der Beobachtungen waren für uns dann umso wertvoller und hilfreicher. Wer weiß, vielleicht begrüßen wir zum nächsten Schülerwohnbereich als examinierte Fachkräfte selbst aufgeregte Azubis des dritten Lehrjahres. Wir würden uns freuen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.