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Cultus beteiligt sich an der Arbeitsgruppe der DVLAB zur tatsächlichen Eingruppierung der Pflegegrade

Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes ab 2017 sollte sich bessern, dass Menschen mit Demenz angemessen im Pflege- und Betreuungsbedarf berücksichtigt werden. Nach den ersten Monaten Praxiserfahrung kommt nun Kritik auf.

Bleiben verhaltensauffällige Menschen mit Demenz auf der Strecke? Denn das auffällige Verhalten dieser Menschen wird im neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff am Gesamtaufwand mit nur 15 Prozent berechnet. Die betreffenden Personen werden daher mehrheitlich im Pflegegrad 3 oder 4 eingestuft. Diese Einstufung ist seitens des Deutschen Verbandes der Leitungskräfte der Alten- und Behindertenhilfe e.V. (kurz: DVLAB) nicht ausreichend, um die notwendige, zeitintensive Betreuung zu finanzieren.

Um dieses Dilemma aufzulösen, hat der DVLAB gemeinsam mit weiteren trägerunabhängigen Akteuren, eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Bei dieser beteiligen sich über 40 Einrichtungen, darunter auch wir als Cultus gGmbH. Gemeinsam mit dem Institut für Pflegewissenschaften der Universität Bielefeld sind wir bei einer Studie involviert, welche an ca. 4000 pflegebedürftigen Personen zur tatsächlichen Eingruppierung in die Pflegegrade durchgeführt wird. Die Studie will insbesondere die Frage klären, ob die Einschätzung der Altenpflegeeinrichtungen bezüglich zu niedriger Pflegegrade für Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Demenz bestätigt werden kann. Im Zusammenhang mit der Studie fand am 26.06.2017 eine Schulung in Erfurt statt und die Fotos zeigen, dass es sich um einen arbeitsintensiven Tag handelte.