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Poesie-Projekt „Weckworte“ Poesie-Projekt „Weckworte“ Poesie-Projekt „Weckworte“ Poesie-Projekt „Weckworte“ Poesie-Projekt „Weckworte“ Poesie-Projekt „Weckworte“ visual lightbox businessby VisualLightBox.com v5.9
„Das Ende meiner Sprache ist das Ende meiner Welt“

Am 11. September war der Slam-Poet Lars Ruppel mit seinem Poesie-Projekt „Weckworte“ zu Gast bei Cultus.

Anhand von altbekannten klassischen Versen möchte er Grenzen, die durch das Fehlen von Sprache entstehen, brechen. Ziel ist es, Gedichte zu einem festen Bestandteil in der Pflege von dementiell erkrankten Menschen werden zu lassen, um dadurch für kulturelle Aufwertung und mehr Lebensfreude zu sorgen.

Im Rahmen dieser cultusforum-Veranstaltung wurde den Mitarbeiter/-innen in einem Workshop der Einsatz von Weckworten nahegebracht.

Lars Ruppel verwendet dabei verschiedene Techniken, um Menschen in unterschiedlichsten Stadien der Demenz zu erreichen. Gedichte von Goethe, Ringelnatz, Fried u.a. erhalten durch diese eindrucksvolle Vortragsweise eine völlig neue Dimension – ob durch Berührungen beim Vortragen, die Kombination mit leichten Massagen oder auch das Weglassen von Worten und die Motivation zum Vervollständigen oder Mitsprechen.

Im Anschluss an den Workshop wurde das Gelernte direkt mit den Bewohnern umgesetzt, wobei erstaunliche Reaktionen zu beobachten waren, sodass am Ende des Tages sowohl Teilnehmer/-innen als auch Bewohner/-innen gleichermaßen begeistert waren.